
Tourbericht ADFC 3-Städte-Rundfahrt am 23.08.2026
1 Rundfahrt - 3 Städte im Rems-Murr-Kreis - 3 Startmöglichkeiten-über 50 Teilenehmende
Am 23.08.2026 fand die ADFC-3-Städtrundfahrt statt. Das besondere an der Rundtour von rd. 51 km mit rd. 600 Höhenmetern war, dass man diese in jeder der 3 Städte (Schorndorf-Winnenden-Waiblingen) starten bzw. beenden konnte: Die Startzeiten wurden so terminiert, dass der Start in den einzelnen Städten mit der Ankunft der Radfahrenden aus der vorherigen Stadt zusammenfielen.
Nach den vergangenen Regentagen nahmen an dem sonnigen Sonntag über 50 Teilnehmende das kostenlose Angebot des ADFC an und nahmen bei bestem „Radlerwetter“ an der Tour teil. Insgesamt 6 ADFC-Tourguides/Helfende sorgten für ein gutes Gelingen.
Um 9:00 Uhr starteten die ersten rd. 30 Teilnehmenden unter Führung von Tourenleiterin Tanja Gerst am Bahnhof Schorndorf. Die Geburtsstadt von Gottlieb Daimler, im Remstal auch als „Daimlerstadt“ bekannt, ist geprägt durch ihre historische und unter Denkmalschutz stehenden Altstadt mit ihren bunten Fachwerkhäusern, die auch Teil der „Deutschen Fachwerkstraße“ ist.
Über Schornbach, Ödernhardt und Birkmannweiler führte die landschaftlich ansprechende Strecke nach Winnenden. Dort wurden sie schon von den Teilnehmenden mit Start um 11:00 erwartet. Ab hier übernahm Tourguide Annely Kammerer die nun auf rd. 50 Teilnehmende angewachsene Gruppe. Zunächst führte die Route zum Schloss Winnetal, auch bekannt als Schloss Winnenden, das auf eine abwechslungsreiche Geschichte als Deutschordenssitz, herzogliche Residenz und heute als psychiatrisches Fachkrankenhaus zurückblicken kann. Tourguide Hans-Sukowski erzählte neben den historischen Fakten unter anderem auch die Legende des Mopses vom Feldmarschall Karl Alexander von Württemberg, der während eines Kampfgetümmels im Jahr 1717 während der Schlacht von Belgrad verloren ging und allein innerhalb von 11 Tagen zurück zu seinem Herrn nach Winnenden lief. Ein steinernes Denkmal erinnert noch heute an das treue Tier. Von dort aus ging es am RMK Winnenden vorbei und über malerische Weinberge hoch zum Hanweiler Sattel und anschließend über Korb nach Waiblingen.
In Waiblingen stärkte sich die Gruppe im Biergarten Schwaneninsel. Während dies für einige Teilnehmende, die nicht die gesamte Strecke fahren wollten, ein guter Ausstiegspunkt war, trafen weitere Teilnehmende, die den Startpunkt in Waiblingen wählten, hier neu zu der Gruppe, so dass sich eine weiterhin rund 50 Teilnehmende umfassende Gruppe gegen 13:30 Uhr unter der Führung von Tourgiude Carmen Lehner, sich auf den Weg nach Schorndorf machte.
Zunächst führte die Route über das Beinsteiner Tor, das einzig erhaltene Stadttor der mittelalterlichen Befestigung von Waiblingen aus dem 13. Jahrhundert, auch bekannt als „Säutor“, weil man durch dieses die Schweine auf die Weide trieb. Während das Schmidener und das Fellbacher Tor in den Jahren 1832 und 1838 aufgrund des verlorenen militärischen und zivilen Nutzens verkauft bzw. abgerissen wurden, verdankte das Beinsteiner Tor seine Rettung dem Umstand, dass es von 1818 – 1864 als Oberamtsgefängnis diente.
Dem malerischen Radweg an der Rems entlang radelte die manchem Passanten wohl „endlos“ anmutende Kolonne an Radfahrenden über Endersbach, Grunbach, Geradstetten und Winterbach zum Stadtbiergarten in Schorndorf. Das Endziel der dort gestarteten und Etappenziel der in Winnenden bzw. Waiblingen gestarteten Teilnehmenden. Ein Teil der „Winnender“ fuhr unter der Führung von Hans Sukowski der Route folgend direkt nach Winnenden, der Rest gönnte sich eine wohlverdiente Pause im Schorndorfer Stadtbiergarten. Nach der Pause wurde auch der Rest der Gruppe zurück nach Winnenden und Waiblingen geführt, so dass am Ende jeder die komplette Rundtour genießen konnte.











